Verwendung von logiCAD3 und PiCtory

logiCAD3 ist die Engineering Software zur Erstellung von Steuerungsapplikationen auf dem RevolutioPi. Das Laufzeitsystem logi.RTS ist bereits auf dem RevPi vorinstalliert und wird automatisch beim Booten gestartet.

HINWEIS
Vorinstalliert ist eine Testversion die sich nach einer Stunde beendet. Eine Lizenz für die Vollversion kann im Onlineshop bezogen werden.

logiCAD3 selbst muss auf einem Entwicklungsrechner (Windows oder Linux) installiert werden. logiCAD3 kann man kostenlos als Download in unserem Onlineshop beziehen.

Nachdem man logi.CAD3 gestartet hat, muss man mit Datei/Neu ein neues Projekt anlegen. Im Ordner logi.CAD3 Beispielprojekte für Hardware-Anbindung gibt es das Beispielprojekt Projekt logi.CAD3 KUNBUS Revolution Pi Projekt.

Projekt "logi.CAD3 KUNBUS Revolution Pi Projekt" Screenshot
Projekt „logi.CAD3 KUNBUS Revolution Pi Projekt“

Im Projektexplorer kann man in dem neuen Projekt die Datei RevolutionPi.iecplc öffnen. Im oberen Abschnitt muss man die IP-Adresse des RevPi eintragen. Im unteren Teil werden Tasks definfiert. Im Moment braucht hier nichts geändert werden.

Im nächsten Schritt muss man die Hardware in PiCtory konfigurieren.

  • Gib die IP-Adresse Deines RevPi Cores in die Adresszeile Deines Browsers ein.

Das Anmelde-Fenster öffnet sich.

pictory-anmelden
  • Melde Dich mit dem Benutzernamen „admin“ an.
  • Gib Dein Passwort ein. Du findest es auf dem Aufkleber an der Seite Deines RevPi Cores.
  • Klicke auf „Login“

Du siehst jetzt den aktuellen Gerätestatus Deines RevPi Cores.

Apps Reiter Screenshot
  • Klicke auf das Register „Apps“.
  • Klicke auf den Start-Button hinter dem Eintrag „PiCtory“, um PiCtory zu öffnen.

Geschafft, PiCtory öffnet sich!

Modulkonfiguration über PiCtory Screenshot
Modulkonfiguration über PiCtory

In PiCtory muss man den RevPi, die I/O-Module und Gateway Module gleich anordnen wie in der Realität. Wenn man auf ein Modul mit der rechten Maustaste klickt, öffnet sich ein kleines Kontextmenü mit dem man leere Spalten einfügen und Module löschen kann. Mit Drag-and-Drop kann man Module vom Device Catalog links in die leeren Slots einfügen.

Wenn man ein Modul auf ein schon vorhandenes Modul zieht wird dieses ersetzt. Es gibt nur 2 Einschränkungen: der RevPi Core kann nicht ersetzt werden und Gateways müssen immer ganz außen sein. Wenn man auf die Zahl über den Bildern der Module klickt und zieht, kann man die Reichenfolge ändern.

Als nächsten Schritt kann man im Value Editor unten rechts den Ein- und Ausgängen bessere Namen geben. Wenn bei einer Variable der Haken Export gesetzt ist, kann die Variable später in logi.CAD3 verwendet werden.

Nun muss in PiCtory die aktuelle Konfiguration mit File/Save gespeichert und mit Tools/Reset Driver aktiviert werden.

Mit File/Export wird eine keine Auswahlbox geöffnet. Nachdem man Structured Text IEC 61131-3 gewählt hat und einen Dateinamen angegeben hat, wird die Defintion der globalen Variablen erzeugt und in einem Editor geöffnet. Kopieren Sie den gesamten Text ins Clipboard.

Zurück in logi.CAD3 öffnet man im Ordner globals die Datei sample.global, löscht deren Inhalt und fügt statt dessen den Text aus dem Clipboard ein.

Nun kann man im Ordner src/RevPi das RevolutionPiProgram öffnen und im Abschnitt VAR_EXTERNAL die in PiCtory definierten Variablen einfügen.

Screenshot
Screenshot

Das obige Beispiel schaltet die ersten Ausgang des DIO-Moduls Output_Pin_1 immer aus und ein. Gleichzeit wird die grüne LED A1 am RevPi aus- und eingeschaltet.

Screenshot
Screenshot

In der Ansicht Applikationstest kann man nun mit Button mit beiden grünen Zahnräder eine Verbindung mit dem RevPi herstellen und anschließend mit Start Knopf das Programm starten. Nun sollte die LED A1 am RevPi grün blinken und der Ausgang O1 ein- und ausgeschaltet werden.