Release Notes Buster 04/2021

Unterstützung für RevPi Flat und RevPi Modul MIO

Ab diesem Release werden unsere neuen Mitglieder der RevPi Familie, der RevPi Flat und das Multi-IO-Erweiterungsmodul RevPi MIO unterstützt. Beide Geräte lassen sich in PiCtory konfigurieren, und mit den Dir bereits bekannten Methoden können Werte über das Prozessabbild geschrieben bzw. gelesen werden.

Der RevPi Flat unterstützt WLAN und Bluetooth. Beides ist standardmäßig aktiviert. Zur Deaktivierung gibt es im Webstatus zwei weitere Buttons, einen für WLAN und einen für Bluetooth.

Raspberry Pi OS Buster

Das Image ist abgeleitet von Raspberry Pi OS 2021-03-04, ein Buster-basiertes Image, und enthält alle Paket-Updates, welche bis März 2021 veröffentlicht wurden. Unser Image wird weiterhin mit Kernel 4.19.95-rt38 ausgeliefert. Node.JS, npm und Node-RED sind weiterhin vorinstalliert, allerdings nicht mehr mit den Paketen aus dem Debian Buster Repository. Vielmehr wurden sie mit Hilfe des Scripts „https://raw.githubusercontent.com/node-red/linux-installers/master/deb/update-nodejs-and-nodered“ installiert.

Node.JS, npm und Node-RED nicht mehr aus Debian Repository

Zwei Gründe haben uns zu der Entscheidung bewogen, Node-RED nicht mehr aus dem Debian Repository vorzuinstallieren.

  1. Aufgrund der Stretch Backports bzgl. Node.JS, npm und Node-RED gibt es Probleme mit den Paketversionen, da die Debian-Pakete in unserem Stretch Backports Repository höhere Versionsnummern haben als die entsprechenden Pakete im Buster Repository. Das hat zur Folge, dass beim Upgrade von Stretch auf Buster diese Pakete nicht aktualisiert werden können.
  2. Da für Node-RED-Projekte gerne aktuelle Module aus dem npm-Repository installiert werden, kann es passieren, dass beim Einspielen von Updates aus dem Buster Repository die über npm global installierten Module gelöscht und anschließend wieder aus dem Buster Repository installiert werden. Bei zu großen Versionsunterschieden in den Modulen können allerdings Node-RED Projekte zerstört werden.

Allerdings hat dies nun Auswirkungen beim Upgrade von Stretch auf Buster. An dieser Stelle muss manuell nachgearbeitet werden, um in den Genuss einer sauberen Node-RED-Installation und weiterhin funktionierenden Node-RED-Projekten zu kommen.

Hierfür haben wir Skripte erstellt, die Dir dabei helfen sollen, nach dem Upgrade auf Buster die alten Pakete bzgl. Node.JS, npm und Node-RED aufzuräumen und die aktuelle Version zu installieren. Auch ist wichtig zu wissen, dass das Debian Package “node-red-contrib-revpi-nodes” in Buster nicht mehr existiert. “node-red-contrib-revpi-nodes” wird nur noch über das npm Repository zur Verfügung gestellt und muss auch entsprechend über npm installiert werden.

Ganz wichtig: Sichere sämtliche Node-RED-Projekte und Konfigurationen auf ein externes Medium oder Verzeichnis, vor allem die Projekte im Verzeichnis “/home/pi/.node-red”. Dieses Verzeichnis wird bei der Neuinstallation von Node-RED überschrieben.

Bist Du mit der Sicherung Deiner Node-RED-Projekte und Konfigurationen fertig, kannst Du das Skript mit sudo /usr/sbin/revpi_buster_upgrade_fix_nodered.sh ausführen, das Teil des Debian-Pakets “revpi_tools” ist. Das Skript führt Dich durch den Prozess der Paket-Bereinigung und Neuinstallation von Node-RED. Wenn das Skript fertig ausgeführt ist, musst Du anschließend noch mit Hilfe von npm die projektrelevanten Module manuell installieren und Deine Projekte sicherlich an der einen oder anderen Stelle nachjustieren bzw. konfigurieren.

Software von Drittanbietern

logi.RTS liegt nun in der Version 5.0.0 vor, TeamViewer in der Version 2.14.13.

PiCtory

PiCtory liegt in der Version 2.0.2 vor und unterstützt nun den RevPi Flat und den RevPi MIO. Ebenso wurden die Farben des Layouts auf unser KUNBUS-typisches Orange umgestellt. Desweiteren wird PiCtory nicht mehr in “/var/www” installiert, sondern liegt nun komplett im Verzeichnis “/var/www/revpi”. Auch ist PiCtory standardmäßig nun auf Port 41080 konfiguriert. Per Redirect-Regel werden HTTP-Requests an Port 80 nun an Port 41080 weitergeleitet. Sollte Dein Projekt den Port 80 benötigen, kannst Du die Rewrite-Regeln des Apache entsprechend verwenden, um PiCtory aufzurufen, oder die Redirect-Regeln einfach entfernen und den Port in der URL mitangeben, um PiCtory zu erreichen.

piSerial 2.0.0

piSerial hat ein Refactoring für Buster erfahren und liegt nun in der Version 2.0.0 vor. Sichtbare Änderungen sind:

  1. Neue Parameter -c und -t hinzugefügt.
    “-c” gibt an, den Crypto-Chip ATECC508A zu nutzen, welcher in unseren RevPi Core, RevPi Connect und RevPi Compact vorhanden ist.
    “-t” gibt an, das TPM2-Gerät zu nutzen, welches im RevPi Flat vorhanden ist.
  2. Die Standardausgabe von piSerial hat sich geändert. Dies ist wichtig zu wissen, wenn Du die Ausgabe von piSerial in einer Deiner Anwendungen parsen solltest. Das neue Format der Default-Ausgabe ist nun <Seriennummer> <Default Passwort>. Den Hostnamen haben wir hier entfernt. Er kann bereits mit Linux-Bordmitteln abgefragt werden.