RevPi Core Varianten

RevPi Connect

Das Open Source IIoT Gateway RevPi Connect ermöglicht dem Anwender durch das offene Plattformkonzept (u.a. vollständige Root-Rechte) und der Vielzahl an verfügbaren Schnittstellen maximale Gestaltungsfreiheit bei der Umsetzung seiner IIoT Projekte. Der RevPi Connect basiert auf dem Raspberry Pi Compute Module 3 und verfügt somit über einen Quad-Core Prozessor mit 1.2 GHz, 1 GB Arbeitsspeicher sowie über 4 GB eMMC Flash-Speicher. Als Betriebssystem wird eine speziell angepasste Version von Raspbian u.a. mit Real-Time Funktion eingesetzt. Wichtige IIoT Protokolle wie MQTT und OPC UA stehen zur Verfügung, um z.B. Maschinendaten direkt in die Cloud zu.

Individuelle Anwendungen lassen sich u.a. über Node-RED, Python oder direkt in C programmieren. Der modulare Aufbau des RevPi Connect ermöglicht, das 45mm breite Basisgerät mit passenden Erweiterungsmodulen wie IOs, Feldbus-Gateways und Funkmodulen, z.B. für Bluetooth, auszustatten. Die Erweiterungsmodule lassen sich ohne Werkzeug per Plug&Play über einen obenliegenden Steckverbinder an das Basisgerät koppeln und mittels grafischer Benutzeroberfläche bequem konfigurieren.

2 Netzwerke

2 Netze – 1 Gerät

Die zwei Ethernet-Buchsen des RevPi Connect ermöglichen dem Gerät zeitgleich im Automatisierungsnetz und IT-Netz eingebunden zu sein. So können z.B. Maschinendaten über Modbus TCP aus dem Shopfloor in den Connect eingespielt und im MQTT oder OPC UA Format in die Cloud oder ein übergeordnetes IT-System übermittelt werden.

Schnittstellen

Der RevPi Connect besitzt eine Vielzahl wichtiger Schnittstellen.

Zwei Ethernet Buchsen

 

Zwei RJ45-Ethernet-Buchsen ermöglichen den RevPi Connect zeitgleich in zwei unterschiedlichen Netzen eingebunden zu sein.

RS485 Buchse

 

Dank 4-poliger RS485 Buchse können z.B. Modbus RTU Sensoren angeschlossen werden.

2-fach USB Buchse

 

Zwei USB-A 2.0 Buchsen. Beide USB Buchsen stellen an den 5 V Anschlüssen die vollen 500 mA Strom bereit und können somit problemlos auch USB Festplatten oder Surfsticks ohne externen aktiven Hub mit genügend Strom versorgen.

Micro USB Buchse

 

Eine Micro-USB Buchse zum Anschluss eines USB Host-Systems. Schaltet den RevPi Connect in den passiven Speicherkarten-Modus. So kann ein PC auf den eigebauten eMMC-Flash-Speicher zugreifen und dort z.B. Software ablegen.

Micro HDMI Buchse

 

Ein Micro-HDMI Stecker auf der Oberseite des Geräts kann zum Anschluss eines Monitor verwendet werden.

Hardware Watchdog

Watchdog

Dank Hardware-Watchdog lässt sich der RevPi Connect auch in schwer zugänglichen Bereichen einsetzen. Ein frei konfigurierbarer Hardware-Watchdog überwacht permanent den Status des IIoT Gateways. Ein Relais-Ausgang dient dazu, dass auch an den RevPi Connect angeschlossene Geräte oder Erweiterungsmodule durch den Watchdog überwacht und ggf. resettet werden können. Desweiteren besitzt das Gerät einen 24V Eingang zum Empfangen eines Shutdown Signals einer USV.

Revolution Pi Bemaßung

Echte Industrietauglichkeit

Eines unserer Hauptziele war es dem Raspberry Pi echte Industrietauglichkeit zu verpassen, um aus ihm ein echtes IIoT Gateway zu machen. Daher wurde in das Hutschienengehäuse des RevPi Connect robuste 24 V Industrie-Hardware verbaut, die die Norm EN61131-2 erfüllt.

  • Stromversorgung: min. 10,7 V, max. 28,8 V
  • Zulässige Umgebungstemperatur: -40 bis +55 °C
  • ESD Schutz: 4 kV / 8 kV gemäß EN61131-2 und IEC 61000-6-2
  • Surge / Burst Prüfungen: gemäß EN61131-2 und IEC 61000-6-2 eingekoppelt auf Versorgungsspannung, Ethernet und IO-Leitungen
  • EMI Prüfungen: gemäß EN61131-2 und IEC 61000-6-2

Offene Software

Auch wenn Revolution Pi ein offenes System ist auf dem jeder sein eigenes System aufspielen kann, haben wir versucht Revolution Pi von Werk aus mit Software und Apps auszustatten, die die meisten Anwendungsfälle abdecken. Als Betriebssystem wird eine angepasste Version von Raspbian Stretch verwendet (Stand: März 2018), die u.a. über ein Real-Time Patch des Kernels verfügt. Dies ist aus unserer Sicht der beste Kompromiss, um so nah wie möglich an der originalen Entwicklungsumgebung eines Raspberry Pi zu bleiben und trotzdem eine hohe Kontrolle über die Priorities der Tasks zu bekommen, die der Scheduler verwaltet.

Der Scheduler, der die Ausführung von Tasks durch das Betriebssystem steuert, kann bei diesem modifizierten Kernel umfangreich konfiguriert werden, so dass die üblicherweise durch Netzwerk- und andere I/O-Zugriffe verursachten Verzögerungen vermieden werden. Passende Treiber für die Erweiterungsmodule sind selbstverständlich bereits vorinstalliert.

Modbus Logo

Modbus Fähigkeiten

Der RevPi Connect besitzt von Werk aus bereits Master und Slave Fähigkeit für die beliebten Netzwerkprotokolle Modbus RTU und Modbus TCP. Externe Gateways sind somit für diese zwei Netzwerkprotokolle nicht mehr nötig. Modbus TCP arbeitet mit die am RevPi Connect vorhandenen Ethernet-Schnittstellen (d.h. über die RJ45 Buchsen an der Frontseite) oder jeder anderen hinzugefügten Ethernetverbindung (z.B. USB WLAN Adapter), die das TCP/IP Protokoll zur Verfügung stellt. Modbus RTU kann über den an der Front angebrachten 4-poligen RS485 Stecker realisiert werden. Die Master und Slave Konfiguration wird über die browserbasierte, grafische Konfigurationssoftware PiCtory gesteuert.

Übersicht Schnittstellen
2 x RJ45 Ethernet Buchsen
2 x USB 2.0 Buchsen
1 x micro HDMI Buchse
1 x micro USB 2.0 Buchse
1 x RS485 Schraubklemme (4-polig)
1 x 24 V Eingang für Shutdown Signal einer USV
1 x frei programmierbarer Relais-Schaltkontakt
1 x PiBridge (für RevPi Erweiterungsmodule)
1 x ConBridge (für RevPi Con Erweiterungsmodule)
Spezifikationen
Prozessor 1.2 GHz Quad-Core
RAM 1 GB
Speicher 4 GB eMMC Flash-Speicher
Spannungsversorgung 12 – 24 Volt
Abmessungen 111 x 45 x 96 mm
Betriebstemperatur -40°C…+55°C
Lagertemperatur -40°C…+85°C
Luftfeuchtigkeit 93% (nicht kondensierend)
Schutzart IP20
ESD Schutz 4 kV / 8 kV
EMI Prüfungen Bestanden (gemäß EN61131-2 und IEC 61000-6-2)
Surge / Burst Prüfungen Bestanden (gemäß EN61131-2 und IEC 61000-6-2)